Zur Lage der Afrikaaner („Buren“) im neuen Südafrika – eine deutsche Sicht –

Ihre Einladung zu der heutigen Mitgliederversammlung hat mich erfreut, und ich habe

sie gerne angenommen. Denn in Deutschland ist das Interesse am so problematischen

Geschehen in Südafrika sehr weitgehend abgestorben. Zwar berichtet die

„Informationsstelle südliches Afrika“ weiterhin regelmäßig in ihrem früheren Kampfblatt,

das sei der Machtumkehr (1994) jedoch sehr informativ geworden ist. Aber auch dieses

Periodikum berichtet kaum über die in ihrer Existenz bedrohte Minderheit der Afrikaaner.

Anders die wohl noch vorhandenen rechtsradikalen, weiterhin apartheidtreuen Zirkel

(Coburg) in der im Übrigen untergegangenen Deutsch-Südafrikanischen Gesellschaft,

über deren Wirken jedoch nichts nach außen dringt.

 

Die Medien, die politischen Parteien, die evangelischen Kirchen, die politischen

Stiftungen, sie alle haben die unvorstellbaren Schwierigkeiten einer Neuordnung des

Landes in den 70er, 80er und den frühen 90er Jahren schlichtweg für ihre Zwecke

missbraucht. Am deutlichsten war das im Bonner Auswärtigen Amt auszumachen: der

dort 18 Jahre diensttuende Hans-Dietrich Genscher war unter Bundeskanzler Helmut

Schmidt (1974-1982) kaum mehr als ein armer Schlucker. Von Laienschauspielern

(Günter Verheugen, Hans-Joachim Vergau u.v.a.) beraten, durfte er sich nach außen

hin, lange Jahre nur mit den Staaten südlich der Sahara, darunter vor allem den von

rassistischen Minderheiten regierten Namibia und Südafrika befassen. Mit dem

Wechsel des Koalitionspartners am 01.10.1982 wurde Genscher dann zu der alles

beherrschenden Gestalt im deutschen Bundeskabinett. In Erinnerung daran, dass der

damalige südafrikanische Außenminister Pik Botha in Anwesenheit von u.a.

Außenminister David Owen (UK) und Außenminister Cyrus Vance (USA) ihn am

17.10.1978 ausgelacht hatte und darauf die beiden Letzteren statt sich mit Genscher zu

solidarisieren ihn aus allen Verhandlungen über die Zukunft Namibias (und Südafrikas)

ausgeschlossen hatten, blieben ihm die Afrikaaner verhasst. In Abkehr von allem, was

sich CDU und CSU zuvor zu einer Neuordnung der Herrschaftsverhältnisse in Namibia

und Südafrika erarbeitetet hatten, schwenkten beide Unionsparteien mit der Wahl von

Helmut Kohl zum Bundeskanzler (01.10.1982) auf den opportunistisch – dilettantischen

Kurs ihres Außenministers ein. Das war Teil des von ihnen zu zahlenden Preises für die

Begründung der neuen CDU/FDP/CSU Koalition (1982-1998).

 

Bis zum Ende des Kalten Krieges (ab 1985) blieb die Überwindung der rassistischen

Ordnungen (Apartheid) in Namibia und Südafrika einer der gefährlichsten Brennpunkte

des internationalen Systems. In einem Interview mit dem (nicht sonderlich

konservativen) Deutschen Allgemeines Sonntagsblatt (Hamburg, 10.07.1977) warnte

der SPD Geschäftsführer Egon Bahr hier vor der Gefahr des dritten Weltkrieges. Er

redete für das neue Südafrika „einem bisher unbekannten Modell des gleichberechtigten

Zusammenlebens mit besonderen Schutz für Minderheiten“ das Wort. Ausdrücklich

widersprach er einem System des one man one vote, d.h. schlichte Machtumkehr von

der weißen Minderheit auf die übergroße schwarze Mehrheit. Mit einer Ausnahme

wurden die Thesen von Egon Bahr von allen Akteuren der deutschen Politik übersehen.

Die Ausnahme stammte von dem führenden Liberalen, Otto Graf Lambsdorff, der in

dem Journal „Quick“ (München, 31.07.1986) vorschlug, „ein wahrscheinlich im

westlichen Kap gelegenes Afrikaaner-Israel zu schaffen, also eines selbständigen

Staates, der den weißen (und braunen) Afrikaanern für den Fall als Fluchtburg

dienen wird, dass sie im Übrigen mehrheitlich schwarzen Südafrika eine

Zukunft für sich nicht mehr sehen. Beiläufig sei angemerkt, das Lambsdorff derselben

deutschbaltischen Minderheit in Kurland/Lettland angehörte wie ich, sein gelegentlicher

Mitarbeiter. Sie wurde bekanntlich im Oktober 1939 umgesiedelt bzw. später nach

Sibirien zwangsdeportiert.

 

Die Freigabe Namibias und anschließend die Abkehr von Apartheid in Südafrika selbst

erzwangen dann in den späten 80er und frühen 90er Jahren die Regierungen in London

und Washington sowie, jetzt die beiden Vorgenannten unterstützend, auch die

Verantwortlichen in der Sowjetunion bzw. Russland. Ziel dieser vornehmlich von dem

ebenso brutalen wie genialen britischen Botschafter Sir Robin Renwick („Sir Robin – His

Excellent Excellency“) geprägten interventionistischen Diplomatie war, die Regierung

des letzten weißen Staatspräsidenten (F.W. de Klerk) zu veranlassen, mit den

Oppositionsparteien, darunter vornehmlich dem African National Congress (ANC), eine

neue Verfassung auszuhandeln. Nicht aber, wie von Genscher und den meisten

anderen Akteuren gefordert, die Kapitulation der Regierung der weißen Afrikaaner. Das

letzteres dann 1993 dennoch geschah, war in erster Linie auf das Versagen de Klerks

und seiner Mannschaft zurückzuführen. Denn de Klerk, ein durch und durch

konservativer Politiker, war in Nichts auf diese Verhandlungen vorbereitet. Er scheiterte

also an sich selbst, nahm an ihnen kaum noch teil und konzentrierte sich stattdessen

auf eine fragwürdige Neuordnung seines Ehelebens. Die Folge war, dass sich die

Verhandlungsparteien in den Jahren 1991-1993 für ihr Land auf eine Verfassung

einigten, die sich voll an das deutsche Grundgesetz anlehnt. Dafür sorgten die zahllosen

deutschen Verfassungsrechtler, die von Großbritannien jetzt wieder zugelassen!, alle

Akteure berieten. Auch die deutschen Berater warfen nicht die auf der Hand liegende

Frage auf, ob eine Übertragung des deutschen Grundgesetzes auf ein Land mit

unendlich tief gespaltener Bevölkerung, die noch dazu nicht über eine rechtsstaatliche

und demokratische Kultur verfügt, erfolgreich sein kann. Einmal mehr dürfte man im

britischen Foreign and Commonwealth Office wie schon nach dem Rauswurf Genschers

am 17.10.1978 gespottet haben. „We were not always happy with what the Germans

said“.

Foto: Otto Graf Lambsdorff (links) mit dem Autor.

Mit dem Machtwechsel von dem im Grunde reaktionären Schwächling F.W.de Klerk zu

der Lichtgestallt Nelson Mandela (Mai 1994) verloren die Afrikaaner ihre herausragende

Stellung. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts hatten sie teils ohne, teils mit anderen weißen

Südafrikanern das Land regiert. Jetzt aber waren sie in einem Land von heute über 50

Mio. Einwohnern nur noch eine etwa 5% umfassende, politisch ohnmächtige Minderheit.

Die anderen ethnischen Gruppen umfassen 80% schwarze, 9% gemischtrassige, 3%

indienstämmige und ca. 4% englisch-, portugiesisch-, und deutschsprachige Afrikaner.

Mit der Regierungsverantwortung von 1994 schulterte der ANC eine Aufgabe die wohl

auch jede andere Partei in einem Xbeliebigen Land der Erde überfordert hätte. Der ANC

ist an ihr nicht nur gescheitert, er ist kläglich gescheitert. Mitverantwortlich sind

allerdings vor allem westliche Akteure, die dem siegreichen ANC noch stets mit einem

Übermaß an politscher Korrektheit begegneten. So sei nur an das (vergebliche)

Bemühen des seinerzeitigen deutschen Botschafters (1992-1994) Hans-Christinan

Ueberschaer erinnert, dem ANC zum Beobachterstatus bei der Europäischen

Volkspartei (EVP) zu verhelfen.

 

Das neue Südafrika hat die nach Jahrzehnten des Kampfes sich bietende Chance zu

einem Neubeginn nicht genutzt! Denn außer einer kleinen, sich drastisch bereichernden

schwarzen Elite, haben alle ethnischen Gruppen verloren!

Krebsschaden der Politik des ANC ist seine Politik der affirmative action. D.h., dass die

Arbeitsplätze im Staatsdienst auf allen Ebenen (also incl, Neueinstellungen) gemäß

dem Bevölkerungsproporz zu vergeben sind. Das hieß zunächst, dass möglichst sehr

viele in der Regel afrikaanssprachige Beamte des alten Regimes möglichst schnell zu

entlassen waren, ohne dass qualifizierte Nachfolger bereitstanden. Denn in Apartheid

Südafrika waren sie insbesondere in allen technischen Bereichen nicht ausgebildet

worden. Und der schlicht katastrophale Niedergang des gesamten Schulwesens, den

einzig der ANC und seine Allianzpartner  SACP (South African Communist Party) und

er Gewerkschaftsdachverband Cosatu (Congress of South African Trade Unions) zu

verantworten haben, hat verhindert, über mehr als Jahrzehnte lang Versäumtes

nachzuholen. Das betraf mehr oder weniger alle Bereiche auf Kommunal-, Provinz- und

nationaler Ebene. Etwa bei der Polizei, beim Zoll, beim Grenzschutz, in den

Streitkräften, in der Universitäten, im Krankenhauswesen, bei der

Trinkwasseraufbereitung und der Entsorgung von Abwässern usw. In manchen Fällen

ließ sich der Schaden dadurch begrenzen, dass die abgehalfterten Staatsbediensteten,

gegen Zahlung eines zweiten Gehalts!, dem neuen Stelleninhaber als Berater dienten.

Dennoch sind die Leistungseinbrüchen in nahezu allen Zweigen des öffentlichen

Dienstes katastrophal.

Am bekanntesten wurde das für die Polizei. Die unverändert in ihrer Berichterstattung

erstaunlich freien Medien lesen sich heute wie Kriminalstatistiken: Morde (incl. Morde

an Farmerfamilien und Farmarbeitern), Entführungen von Fahrzeugen,

Vergewaltigungen, Raubüberfälle, schwere Einbrüche und andere Gewaltverbrechen.

Sie werden häufig von extremer und sinnloser Gewaltanwendung begleitet. Das

Unvermögen der Arbeit von Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten oder

Korruption führen häufig dazu, dass erschreckend viele Delikte ungeahndet bleiben.

 

Viele Staatsbetriebe wie ESCOM, TRANSNET, SAL und andere sind hoffnungslos

überschuldet, nachdem ihre neu ins Amt gekommenen Mitarbeiter riesige Beträge

veruntreut oder anderweitig auf Seite gebracht haben.

Bislang weist die private Wirtschaft relativ geringere Leistungseinbrüche auf.  Und wo

dies gleichwohl geschehen ist, trifft es die Afrikaaner weniger hart. Das ist zum einen

darauf zurückzuführen, dass, anders als im öffentlichen Bereich, die Politik der

affirmative action mit Rücksicht auf einheimische und ausländische Investoren in der

Wirtschaft bislang weniger rabiat durchgezogen wurde. Und dennoch ist es heute selbst

für einen hochqualifizierten männlichen afrikaanssprachigen Schul- oder

Universitätsabsolventen oft sehr schwierig, eine adäquate Anstellung zu finden. Und

zum anderen liegen die anspruchsvolleren Tätigkeiten nicht in den Händen von

Afrikaanern sondern englischsprachigen Weißen, von indienstämmigen Südafrikaner

und Ausländern.

 

Schwerwiegend ist ferner die blutrünstige Kriminalität auf den noch etwa 20.000

Großfarmen (commercial farms). In den letzten Jahren kam es tagtäglich zu

bewaffneten Angriffen und deutlich mehr als wöchentlich einem Mord an Farmern, deren

Familienangehörigen oder Farmarbeitern. In sehr vielen Fällen werden die Opfer zuvor

sinnlos und bestialisch gequält. Die Zahl dieser Straftaten wäre noch viel höher, suchten

Farmer sich nicht durch private Sicherheitsdienste zu schützen. Viele von deren

Aktivitäten werden durch die inzwischen sehr mitgliederstarke (ca. 200.000)

Bürgerrechtsbewegung Afriforum oder durch Farmerverbände koordiniert. Nicht nur in

Deutschland verhindern Opportunismus und Hilflosigkeit zu erkennen, dass hier ein

Inferno droht.

Wie ein Damoklesschwert hängt über den Farmern außerdem die immer wieder einmal

ausgesprochene Drohung radikaler Kreise im ANC wie auch der ANC-Absplitterung

EFF (Economic Freedom Fighters), die Farmen nach simbabwischem Vorbild

entschädigungslos zu enteignen. Beiläufig sei erwähnt, dass von den einst blühenden

  1. 4.000 Farmen in dem nördlichen Nachbarland heute nur noch ca. 400 existieren.

D.h. das 90% des simbabwischen Großfarmen in den letzten knapp 30 Jahren zu

Ödland verkommen sind. Einen großen Unterschied wird es zu Südafrika dennoch

geben, sollte auch dort eine rabiate Landreform durchgeführt werden: Die

südafrikanischen Farmer werden ihre Besitzungen nicht kampflos aufgeben. Auch hier

können die von dem Dichter und langjährigen politischen Häftling Breyten Breytenbach

befürchteten „ungezählten Varianten der Barbarei“ ihren Anfang nehmen. Allerdings

werden diese Gefahren nicht nur von den deutschen Medien weitgehend ignoriert.

In Fortführung ihres inzwischen über einhundertjährigen Kampfes gegen weiße

Dominanz, gleichgültig ob nun englisch- oder afrikaanssprachig sind militante

Untergruppen im ANC heute bemüht, den Einfluss der modernen, sprich „weißen“,

Verkehrssprachen zurückzudrängen. Denn in ihnen wird ein Relikt der Kolonial

/Apartheidzeiten gesehen. Deutlich wurde das insbesondere in den letzten Monaten des

Jahres 2016, als Studenten und nichtstudentische Aktivisten den Lehrbetrieb an allen

südafrikanischen Universitäten lahmlegten. Vieles von diesen Aktionen erinnerte an die

chinesische Kulturrevolution im vorherigen Jahrhundert! Allerdings verfügt Südafrika

nicht auch nur entfernt über die Fachkräfte, über die China im reichen Maß verfügte,

das Zerstörte wieder aufzubauen.

 

Besonders schmerzlich berührt Afrikaaner, weitgehend unabhängig von ihrer

politischen Orientierung, jetzt, dass ihre Sprache in der Folgezeit selbst an der

Universität Stellenbosch, zuvor die intellektuelle Hochburg der Afrikaanertums,

verdrängt wurde. Konkret: statt in Afrikaans werden jetzt alle Vorlesungen usw. an

sämtlichen Universitäten in Englisch gehalten. Vorrauseilender Gehorsam der

Führungsgremien der Universitäten verstärkte die Forderungen der rebellischen

Aktivisten. Neben Afrikaans ist natürlich auch Englisch die Sprache der weißen

Unterdrücker. Dennoch forderten selbst die militantesten Demonstranten dessen

Verdrängung nicht. Denn Englisch, nicht aber Afrikaans ist eine der wenigen

Weltsprachen und daher nicht verzichtbar.

Bereits seit Mai 1994 hatte Afrikaans u.a. in den Schulen aller Ebenen und im Verkehr

mit den Behörden zunehmend einen Niedergang zugunsten des Englischen zu

verzeichnen. So läuft die Sprache der Afrikaaner Gefahr, von einer lebendigen Sprache

des 21. Jahrhundert zu einer Küchensprache zu verkümmern. Hier wird besonders

deutlich, dass die Afrikaaner nach 350 Jahren zu Fremden im eigenen Land geworden

sind.

 

Alles Vorstehende verdeutlicht, weshalb im April 2017 zwei der drei großen

amerikanischen  Rating-Agenturen, Standard & Poor´s und dann auch Fitch, die

Kreditwürdigkeit Südafrikas aus Ramschniveau herabgestuft haben. Dafür reichte aus,

dass der im Ausland hoch angesehene Finanzminister Pravin Gordhan (ANC) abermals

durch den Präsidenten Jacob Zuma entlassen worden war.

Das Thema meines Vortrages und die fortgeschrittene Zeit lassen es nicht zu, mit Ihnen

nach Wegen zu suchen, den Untergang eines ganzen Volkes zu verhindern.

Stattdessen verweise ich Sie auf meinen Offenen Brief an den im besten Sinn

konservativen, vor wenigen Jahren verstorbenen Carel Boshoff Sen.. Sie finden ihn in

deutscher und in afrikaanser Sprache in den Nuusbrief van die Orania Beweging vom

  1. März 2017 („Hat Orania eine Chance?“ – „Het Orania ´n kans?“). Dies zusammen

mit einer Einführung durch meinen Freund Generaal Constand Viljoen.

Die situasie van die Afrikaner in die nuwe Suid-Afrika – ‘n Duitse perspektief

(Toespraak gehou tydens die ledevergadering van die Suid-Tiroolse vriendekring van die Afrikaner te Bozen/Suid-Tirole op 27 Augustus 2017).

Uit Duits vertaal deur Sebastiaan Biehl

 

Ek wil u hartlik bedank vir u uitnodiging om die huidige ledevergadering toe te spreek.

In Duitsland het die belangstelling in die problematiese gebeure in Suid-Afrika feitlik verdwyn. Wel lewer die “Informationsstelle südliches Afrika“ nog steeds gereeld verslag in hulle tydskrif, wat sedert die magsoorname in 1994 nogal heel insiggewend geword het. Maar selfs daardie nuusbron berig selde oor die minderheid van die Afrikaners wat in hulle bestaan bedreig is. Anders is dit die geval met die blykbaar nog steeds bestaande, verregse en apartheid ondersteunende tak in Coburg van die (intussen ontbinde) Deutsch-Südafrikanische Gesellschaft (Duits-Suid-Afrikaanse Assosiasie), van wie egter niks na buite dring nie.

Die media, die politieke partye, die Protestantse (Lutherse) kerke, die politieke stigtings, hulle almal het die ontsettende uitdagings met die hervorming van Suid-Afrika in die 1970’s, 1980’s en vroeë 1990’s eenvoudig vir hulle eie doeleindes misbruik. Die duidelikste kon dit gesien word in die Duitse Departement van Buitelandse Sake: Hans-Dietrich Genscher, wat vir 18 jaar lank minister van buitelandse sake was, was onder kansellier Helmut Schmidt (1974-1982) nie veel meer as ‘n arme vent nie. Met lekeakteurs as raadgewers kon hy hom na buite slegs met die state suid van die Sahara bemoei, daaronder veral die deur “rassistiese minderhede” regeerde Suid-Afrika en Namibië. Met die verandering van die regeringskoalisie in 1982 (Genscher se Vrydemokratiese Party het voortaan met die Christen-Demokrate (CDU/CSU) van Helmut Kohl regeer) het Genscher die alles oorheersende persoon in die Duitse kabinet geword. Omdat die destydse Suid-Afrikaanse Minister van Buitelandse Sake, Pik Botha, Genscher in teenwoordigheid van sy amtskollegas Dawid Owen (Groot-Brittanje) en Cyrus Vance (VSA) op 17 Oktober 1978 uitgelag het en Vance en Owen, pleks om Genscher te verdedig, hom uit alle onderhandelinge oor die toekoms van Namibië (en Suid-Afrika) uitgesluit het, het Genscher die Afrikaner sedertdien gehaat. In ‘n wegdraai van alles, wat CDU/CSU tot dusvêr oor die herskikking van die magsorde in Namibië en Suid-Afrika uitgewerk het, het hulle nou met die verkiesing van Helmut Kohl tot bondskanselier in 1982 op die opportunistiese en dilettantiese koers van Genscher ingedraai. Dit was deel van die prys wat vir die nuwe CDU/CSU/FDP koalisie (1982-1998) betaal moes word.

Tot en met die einde van die Koue Oorlog het die oorkoming van die apartheid-bestel in Suid-Afrika en Namibië een van die gevaarlikste brandpunte van die internasionale stelsel geword. In ‘n onderhoud met die koerant Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt (Hamburg, 10.07.1977) (wat nie juis konserwatief was nie) het die sekretaris-generaal van die Sosiaal-Demokrate (SPD), Egon Bahr, gewaarsku voor die gevare van ‘n derde wêreldoorlog. Hy het ‘n nuwe Suid-Afrika bepleit met een tot dusvêr onbekende model van ‘n gelyke saambestaan met spesiale beskerming vir minderhede. Uitdruklik het hy teen ‘n stelsel van “een mens- een stem” geargumenteer, want dit sou eenvoudig magsomkeer van die wit minderheid na die swart meerderheid beteken. Met een uitsondering het almal die stellings van Bahr misgekyk. Die uitsondering was die leidende liberale politikus Otto Graf Lambsdorff, wat in die tydskrif Quick (München, 31.07.1986) voorgestel het om ‘n waarskynlik in die Wes-Kaap geleë Afrikaner-Israel te skep, ‘n selfstandige staat, wat vir die wit en bruin minderheid as toevlugsoord sal dien vir die geval dat hulle in ‘n swart oorheersde Suid-Afrika geen toekoms meer vir hulle sien nie. Terloops, Lambsdorff was deel van dieselfde Balties-Duitse minderheid in Kurland (vandag Lettland) as die outeur, wat by tye sy medewerker was. Die Duitse minderheid is in Oktober 1939 gedwonge verskuif oftewel gedeporteer na Siberië.

Die onttrekking uit Namibië en die daarop volgende wegbeweeg van apartheid in Suid-Afrika self is in die laat 1980’s en vroeë 1990’s deur die regerings in Londen en Washington asook, nou die ander twee ondersteunend, deur die Sowjet-Unie oftewel Rusland afgedwing. Die doel van die sowel geniale asook brutale Britse ambassadeur Sir Robin Renwick („Sir Robin – His Excellent Excellency“) bepaalde intervensionistiese diplomasie was om die regering van die laaste wit staatspresident (FW de Klerk) te beweeg om met die opposisiepartye, veral met die African National Congress (ANC) ‘n nuwe grondwet te onderhandel. Die doel was wel nie, soos wat Genscher en die meeste ander rolspelers dit geëis het, ‘n kapitulasie van die regering van die Afrikaners nie. Dat laasgenoemde wel in 1993 gebeur het, was veral toe te skryf aan die swakheid van de Klerk en sy span. De Klerk, ‘n deur en deur konserwatiewe politikus, was glad nie op die onderhandelinge voorbereid nie. Hy het dus aan homself misluk, het skaars nog aan die onderhandelinge deelgeneem en pleks daarvan gekonsentreer op ‘n herskikking van sy huwelikslewe. Die gevolg was dat die partye tot die onderhandeling op ‘n grondwet ooreengekom het wat sterk leun op die Duitse Grondwet. Daarvoor het die talle Duitse grondwetkenners, wat alle rolspelers geadviseer het en wat deur Groot-Brittanje nou weer toegelaat is, gesorg.

Ook die Duitse raadgewers het nie die voor die hand liggende vraag geopper, naamlik hoe die oordrag van die Duitse Grondwet op ‘n land met ‘n oneindig diep verdeelde bevolking, wat boonop nie oor ‘n regstaatlike en demokratiese kultuur beskik het nie, suksesvol kan wees. Nog ‘n keer sou daar waarskynlik in die Britse Foreign and Commonwealth Office, soos reeds met die verwydering van Genscher op 17 Oktober 1978, gespot word: ”We were not always happy with what the Germans said“.

Met die magsverandering van die basis reaksionêre swakkeling FW de Klerk tot die “verlosser” Mandela in Mei 1994 het die Afrikaners hulle prominente posisie verloor. Sedert die middel van die 17de eeu het hulle soms alleen, soms met ander wit Suid-Afrikaners die land regeer. Nou was hulle, in ‘n land met meer as 50 miljoen inwoners, slegs nog ‘n polities magtelose minderheid van 5%. Van die ander etniese groepe is 80% swart, 9% gekleurde, 3% Indiese en omtrent 4% Engels- Portugees- of Duitssprekende Suid-Afrikaners.

Met die magsoorname van 1994 het die ANC ‘n taak op sy skouers geneem wat seker ook enige ander party in enige denkbare land op aarde sou ooreis het. Die ANC het daaraan nie net misluk nie, hy het klaaglik misluk. Mede-verantwoordelik is egter ook veral die Westerse rolspelers, wat die seëvierende ANC nog steeds met ‘n oormaat van politieke korrektheid hanteer het. Een voorbeeld is die (mislukte) poging van die destydse Duitse ambassadeur van 1992-1994, Hans-Christian Ueberschaer, om vir die ANC waarnemerstatus by die Europese Volksparty (EVP) te beding. Die EVP, terloops, is die samesluiting van die konserwatiewe en Christen-demokratiese partye in die Europese Parlement.

Die nuwe Suid-Afrika het na dekades van stryd die kans tot ‘n nuwe begin nie aangegryp nie! Behalwe vir ‘n klein, swart elite wat hulleself drasties verryk, het alle etniese groepe verloor! Seker die grootste skade wat die beleid van die ANC veroorsaak het, is die “regstellende aksie”, waarvolgens alle poste in die staatsdiens op alle vlakke (insluitend nuwe aanstellings) volgens die bevolkingsamestelling moet geskied. Dit het beteken dat talle Afrikaanssprekende amptenare so vinnig as moontlik afgedank moes word, sonder dat gekwalifiseerde opvolgers beskikbaar was. In die Suid-Afrika van die apartheid-era is hulle veral in alle tegniese areas nie opgelei nie. En die eenvoudig katastrofale agteruitgang van die hele skoolstelsel, waarvoor alleen die ANC en sy alliansievennote SACP (South African Communist Party) en die vakverbond Cosatu (Congress of South African Trade Unions) verantwoordelik is, het gekeer dat die agterstand van dekades ingehaal kan word, byvoorbeeld by polisie, grensbeheer, doeane, in die weermag, by die universiteite, in die mediese sektor en by munisipale dienste. In sommige gevalle kon die skade beheer word deurdat reeds afgedankte staatsamptenare teen betaling van ‘n tweede salaris vir die nuwe aanstellings as raadgewers dien. Nogtans is die verliese aan kundigheid in feitlik alle vertakkings van die openbare sektor katastrofies. Die bekendste voorbeeld daarvoor is die polisie. Die steeds verbasend vrye media se berigte lees soos misdaadstatistieke: moorde (insluitende moorde op boeregesinne en hulle werkers), motorkapings, verkragtings, roof, inbrake met verswarende omstandighede en ander ernstige geweld. Dit alles gaan dikwels met uiterste en sinnelose geweld gepaard. Die onvermoë van die polisie, openbare vervolging en howe, of korrupsie lei dikwels daartoe dat talle oortredings nie gestraf word nie.

Talle staatsmaatskappye soos EVKOM, TRANSNET, SAL en ander is hopeloos in die skuld, nadat hulle nuwe direkteurs en bestuurders reuse bedrae verduister of andersins laat wegraak het.

Sovêr toon die private ekonomie ‘n relatief geringe terugsakking. En waar dit wel gebeur het, tref dit die Afrikaners nie so erg nie. Dit is deels daaraan te danke dat, anders as in die openbare sektor, die beleid van regstellende aksie met inagneming van binnelandse en buitelandse beleggers in die ekonomie nog nie so drasties voltrek is nie. Nogtans is dit vandag selfs vir ‘n hoogs gekwalifiseerde manlike Afrikaanssprekende skool- of universiteitsverlater moeilik om ‘n gepaste aanstelling te kry.

Erg is verder die bloeddorstige misdaad op die ongeveer nog 20 000 groot kommersiële plase. In die laaste jare kom daagliks gewapende aanvalle en meer as een keer per week ‘n moord op boere, hulle gesinne of arbeiders voor. In baie gevalle word die slagoffers eers sinneloos en barbaars gemartel. Die aantal misdade sou nog hoër wees as die boere hulleself nie deur private veiligheidsdienste sou beskerm nie. Talle van die aktiwiteite word deur die groeiende burgerregteorganisasie Afriforum (omtrent 200 000 lede) of deur die boereverenigings gekoördineer. Nie net in Duitsland nie keer opportunisme en hulpeloosheid om te erken dat hier ‘n katastrofe dreig. Boonop hang die herhaaldelik geuiterde dreigement van radikale kringe binne die ANC asook van die ANC-afsplitsing EFF (Economic Freedom Fighters), om die plase na die voorbeeld van Zimbabwe sonder vergoeding te onteien, bo die boere se koppe.

Terloops, van die eens suksesvolle omtrent 4000 plase in die noordelike buurstaat Zimbabwe bestaan vandag nog slegs 400, wat beteken dat 90% van die Zimbabwiese kommersiële plase in die laaste 20 jaar tot wildernis verval het. Een groot verskil sal daar in Suid-Afrika wel wees, indien ook hier ‘n radikale grondhervorming deurgevoer word: die Suid-Afrikaanse boere sal hulle besittings nie sonder verset opgee nie. Ook hier kan die van die digter en langjarige politieke gevangene Breyten Breytenbach gevreesde “ontelbare weergawes van barbarisme” hulle begin maak. Hierdie gevaar word egter nie net deur die Duitse media grootliks geïgnoreer.

In voortsetting van hulle intussen honderdjarige stryd teen wit oorheersing, ongeag of dit nou Engels- of Afrikaanssprekend is, is militante subgroepe van die ANC besig om die invloed van Afrikaans as “wit koloniale taal” terug te dwing, want daarin word ‘n oorblyfsel van die koloniale/apartheidsera gesien. Dit het duidelik geword in spesifiek die laaste maande van die jaar 2016, toe studente en nie-studerende aktiviste die onderrig aan alle Suid-Afrikaanse universiteite lamgelê het. Talle van die aksies herinner aan die Sjinese kulturele revolusie van die vorige eeu! Egter beskik Suid-Afrika nie naastenby oor die vakmanne nie, waaroor Sjina ryklik beskik, om dit wat vernietig is, te herbou.

Besonder pynlik was dit vir die Afrikaners, ongeag hulle politieke uitgangspunt, dat hulle taal Afrikaans vervolgens selfs aan die Universiteit van Stellenbosch, voorheen intellektuele bastion van die Afrikanerdom, verwyder is. Pleks in Afrikaans, word alle lesings ens. nou by alle universiteite (met uitsondering van Potchefstroom) in Engels aangebied. Vooruitlopende onderdanigheid van die universiteitsbestuur het die eise van die rebelse aktiviste net versterk. Naas Afrikaans is natuurlik ook Engels die taal van die wit onderdrukker. Nogtans eis selfs die mees militante betogers nie die verwydering van Engels nie. Want Engels is, anders as Afrikaans, een van die min wêreldtale en daarom onmisbaar.

Reeds sedert Mei 1994 het Afrikaans in skole op alle vlakke en in die omgang met departemente ‘n toenemende agteruitgang ten gunste van Engels ervaar. So loop die taal van die Afrikaners gevaar om van ‘n lewendige taal van die 21ste eeu tot ‘n kombuistaal te kwyn. Hier word besonder duidelik dat die Afrikaner na 350 jaar in Suid-Afrika vreemdelinge in hulle eie land geword het.

Al die voorafgaande verduidelik hoekom in April 2017 twee van die groot Amerikaanse graderingsagentskappe, Standard&Poor en dan ook Fitch die kredietwaardigheid van Suid-Afrika tot rommelstatus afgegradeer het. Daarvoor was dit genoeg dat die in die buiteland hooggeskatte minister van finansies Pravin Gordhan (ANC) weereens deur president Zuma afgedank is.

Die onderwerp van my voordrag en die tyd wat ons inhaal laat my nie toe nie om saam met u na maniere te soek om die ondergang van ‘n hele volk te keer. Pleks daarvan verwys ek u na my ope brief aan die, in die beste sin van die woord konserwatiewe en enkele jare gelede oorlede Carel Boshoff snr. U sal dit vind in Afrikaans en Duits in die nuusbrief van die Orania Beweging van 20 Maart 2017 (Het Orania ‘n kans?) en op die Oraniablog (http://www.oraniablog.co.za/ope-brief-aan-n-oorlede-vriend-het-orania-n-kans/), saam met die inleiding deur my vriend generaal Constand Viljoen.

Foto: Dr. Baron von der Ropp (regs) saam met Otto Graf Lambsdorff

Skakerings van Groen 10: Nuttige onkruid

Ek kyk, vanaf ek hier in Orania is, met nuwe oë na onkruid. Ek is besig met komposhope bou en onkruid is al wat op die oomblik vir my die nodige groen materiaal verskaf. Die gras is nog geel en my plante begin nou eers kop bo die grond uitsteek na hulle winterslaap.

 

Onkruid is die natuur se manier om grond herstel. Saam met die ander pioniersplante, gedy dit in arm, suur grond en beskerm die grond deur dit bedek te hou. Net soos ons vel ‘n kors of roof kry waar ons dit seergemaak het, so sorg die natuur daarvoor dat grond nie lank ontbloot lê waar son en wind dan skade kan aanrig nie.

 

Onkruid doen meer as om net die grond bedek. Die wortels verhoed dat die grond verdig. Minder bekend is ook die feit dat party soorte onkruid welig in bepaalde ontoereikende grondsoorte groei en so as grondaanwysers dien. Byvoorbeeld word perdeblomme meestal in suur grond gevind en klawer groei goed in droë grond.

 

Party onkruidsoorte met diep wortels myn ook gebrekkige voedingstowwe. Deur die wortels trek dit bepaalde minerale, waarvan daar ’n tekort is in die boonste grondlae, vanuit die dieperliggende lae op. Wanneer die onkruidplant dan sterf en na organiese materiaal verander, stel dit hierdie minerale aan die grond vry en vul so die gebrekkige lae daarmee aan. Dit is die natuur se manier van grond verryk en herstel. Hierdie verloop kan aangespoor word deur om die onkruid waar dit groei terug in die grond in te spit of van die onkruid ‘n tee te maak en dan die plek waar dit gegroei het, met die tee nat te lei. Na ‘n paar herhalings van spit of tee, sal dié soort onkruid daar verdwyn, terwyl dit hardnekkig sal voortduur as ons dit net heeltyd uittrek en verwyder.

 

Volgende keer meer oor nog ‘n voordeel van onkruid. Verskeie soorte is nie net eetbaar nie, maar voedsaam en genesend ook.

Feite oor die e-Ora.

Soos seker meeste ondersteuners intussen weet is Orania besig met ʼn projek om ʼn elektroniese Ora in te stel. Dit maak ons en ons vriende opgewonde, maar het ook al velle, oningeligte kritiek tot gevolg gehad.

Voor daar verkeerde persepsies ontstaan moet ons dalk net eers weer verduidelik waaroor dit gaan en waaroor dit nie gaan nie.

Ten eerste: Orania gaan nie ʼn kripto-geldeenheid soos Bitcoin skep nie. Ons moet besef dat Orania ʼn gewortelde, inherent konserwatiewe gemeenskap is en dat iets soos “fantasiegeld” sekere alternatiewe ekonome opgewonde maak, maar deur die meerderheid mense met skeptisisme bejeën sal word. Bitcoin is ʼn virtuele geldeenheid van ʼn virtuele gemeenskap internet-begeesterdes, maar sal nie vir die spreekwoordelike tant Sannie en oom Koos werk nie. Bitcoin het ook sy oorspronklike doel verloor, naamlik om ʼn kripto-geldeenheid te wees. Intussen is dit ʼn spekulasieobjek.

Dit gesê, het Orania wel die progressiewe stap geneem om in 2004 ʼn plaaslike geldeenheid te skep, die Ora, na deeglike beraad met alternatiewe ekonome soos Norman Reynolds en prof. Johan van Zyl, onder andere (al twee is intussen oorlede). Die Ora werk in Orania en word orals aanvaar, alhoewel nog steeds nie almal dit ewe veel gebruik en die voordele insien nie. Die voordele is dat geld plaaslik bly sirkuleer, omdat die Ora net in Orania geld. Waar geld bly sirkuleer en nie uitvloei nie, word meer omset geskep, meer besigheid gedoen en meer ekonomiese selfstandigheid gekweek. Ander voordele is die groter veiligheid, want rowers kan dit nie buite die gemeenskap gebruik nie, en die feit dat die Rande, wat elke Ora dek, in die bank bly en rente verdien. Die volle potensiaal van die Ora is egter nog nie naastenby ontsluit nie.

Met die Ora wat nou al 13 jaar werk is die volgende stap nou die elektroniese Ora. Die rede is voor die hand liggend: oor die algemeen betaal orals in die wêreld meer en meer mense met elektroniese geld, byvoorbeeld in die vorm van krediet- en debietkaarte of elektroniese bankoorplasings (EFT), as met kontant, omdat dit meer gerieflik en ook veiliger is. Bitter min mense trek nog fisies geld oor die toonbank van ʼn banktak, en die banke ontmoedig dit deur hoë fooie. Dit bind personeel (wat ʼn salaris verdien) wat eerder ander werk kon doen. Daarom is feitlik alle kontantonttrekkings deesdae per OTM, maar selfs dit sal vorentoe vervang word deur elektroniese betalings, aangesien deesdae feitlik orals kaartmasjiene staan.

Dieselfde stap moet nou met die Ora ook gedoen word: pleks om bank toe te moet ry, in die tou te staan en geld te trek tydens die toonbankure kan Oraniërs vorentoe elektronies met Ora betaal. Wat dit anders maak as die elektroniese betaling met Rande via kaarte of EFT is dat die banke as tussenganger uitgeskakel word en daardeur ook bankkoste gespaar word. Elke kaarttransaksie kos geld, wel net ʼn paar Rand, maar oor die maand bereken is dit heelwat. Die elektroniese Ora-transaksies sal geen, of ʼn minimale fooi hê en om met elektroniese Ora pleks om met elektroniese Rand (in die vorm van kaarttransaksies of EFT’s) te betaal sal jou dus geld spaar. Terwyl by elektroniese Randtransaksies kommersiële banke die tussengangers is en vir die diens fooie hef, sal die oorplasing van Oras geskied deur middel van ʼn selfoontoepassing. Die tegnologie is beskikbaar en die ekonome van Efficient Group, Prolokus en Andile wat tans die implementering van die e-Ora voorberei, het reeds ʼn veilige en goed werkende tegnologie gekies. Soos wat jou elektroniese banktransaksies op ‘n bankstaat sigbaar is, sal die e-Ora transaksie deur middel van die veelbesproke block chain gedokumenteer word, wat dan in Orania op sekere plekke gehuisves sal word. Die block chain is ʼn soort elektroniese transaksieregister wat onafhanklik van die banke funksioneer.

Orania sal die eerste plek in Suid-Afrika wees wat nie net ʼn plaaslike geldeenheid gebruik nie, maar ook sy elektroniese weergawe, wat nog baie meer geleenthede bied as die papier-Ora. Die fisiese Ora sal egter nog steeds voortbestaan en e-Ora en papier-Ora sal langs mekaar funksioneer.

Die Ora, of dit in sy papiervorm of elektroniese vorm gebruik word, is gekoppel aan die Rand en word daardeur ook deur die Reserwebank gelegitimeer. Dit is dus geen kripto-geldeenheid nie. Wat die toekoms egter inhou, weet ʼn mens nie. As die Rand soos die Zimbabwe-dollar heeltemal in duie stort sal Orania sy eie geldeenheid moet instel. Die strukture is dan reeds in plek en die ondervinding met ʼn geldeenheid wat net plaaslik geld sal dan van groot waarde wees.

Duitsland: skok-verkiesingsuitslag.

Die verkiesing vir die Duitse parlement het toe in ʼn taamlike aarskudding ontaard. Nog met die aanloop is aanvaar dat dinge op die voorspelbare, vervelige trant sal voortgaan, met mev. Merkel as kansellier van ʼn sentrum-linkse “groot koalisie” uit haar Christen-Demokrate (CDU) en die Sosiaal-Demokrate (SPD).

Die CDU se veldtog was uit en uit toegespits op mev. Merkel en haar suksesse en ʼn boodskap van “meer van dieselfde, want dit werk”. Teen alle verwagting in het die CDU egter ernstige verliese gelei. Hulle het terug gesak na 33% (-9%), die tweede slegste resultaat sedert die einde van die Tweede Wêreldoorlog. Ook die koalisievennoot, die SPD, het sleg verloor en het die swakste ooit in ʼn nasionale verkiesing na 1945 gevaar, naamlik 20% (-5%). Dit nadat nog 4 maande gelede hulle kandidaat vir kansellier, Martin Schulz, volgens meningspeilings ʼn kop-aan-kop stryd met Merkel gehad het en selfs gespekuleer is dat hy kansellier kan word met ʼn linkse koalisie. As reaksie op die swak vertoning van die SPD het Schulz reeds kort na die uitslag aangekondig dat die SPD nie meer deel van die regering gaan wees nie, maar in die opposisie hulleself wil herstel.

Die groot sensasie was die sukses van die konserwatief-nasionalistiese Alternative für Deutschland (AfD), wat 13% van die stemme gekry het en die eerste keer ooit in die nasionale parlement verteenwoordig is (hulle is reeds in meeste provinsiale parlemente verteenwoordig). Die AfD was die enigste party wat mev. Merkel se beleid, veral ten opsigte van die massa-immigrasie en die daarmee gepaardgaande styging in misdaad, vierkantig aangevat het. Anders as die media en die elite dit wou hê, voel groot getalle Duitsers wel daardeur bedreig. Die AfD se sukses het die ander partye behoorlik soos hoenders laat rondskarrel. Alhoewel dit vir Duitsland ʼn eerste is dat ʼn party regs van die CDU parlement toe gaan, volg Duitsland amper as laaste land in Europa die tendens na wat al lankal in die ander lande gevestig is, naamlik dat die tradisionele twee groot partye links en regs van die middel versplinter in ʼn wye spektrum van partye van verlinks tot verregs. Dit is die skuld van die CDU dat die AfD ontstaan het, omdat die CDU onder Merkel meer en meer ononderskeibaar van die SPD en selfs Groenparty geword het en linkse beleid uitgevoer het (soos die massa-immigrasie, opgee van nasionale grense en soewereiniteit, gay-huwelik, regulering, ophoop van skuld, uitbou van die welsynstaat ens.). Die AfD se kiesers is veral voormalige CDU-ondersteuners, maar ook mense wat nie vantevore gestem het nie, en kom selfs in aansienlike getalle van die SPD en Linksparty. ʼn Potensiële probleem vir die AfD is dat hulle veral as protes- en anti-establishmentparty waargeneem word en eers ʼn stabiele ondersteunersbasis (en eensgesindheid) moet opbou as hulle nie weer wil verdwyn nie.

Die ander oorwinnaar is die klassiek-liberale Vry-Demokratiese Party (FDP), wat al ʼn ou party is, maar vir die laaste termyn nie in die parlement verteenwoordig was nie, en nou met 10% terug gekeer het. Die twee partye aan die uiterste linkerkant, Groenparty en Linksparty, het al twee min of meer dieselfde gekry as laas (9%).

Die Duitse parlement het nou 6 partye pleks van 4, wat regeringsvorming moeiliker maak. Die groot koalisie, waarvoor die burgers duidelik moeg is, is verby, die SPD wil beslis nie weer saam regeer en daardeur verder opgebruik word nie. Die enigste moontlikheid (aangesien niemand met die AfD wil saamwerk nie) is nou die sogenaamde Jamaika-koalisie (vernoem na die kleurkombinasie van die CDU, Groenes en FDP, swart, groen, geel van Jamaika se vlag). Dit gaan egter moeilik wees om die twee sentristiese partye CDU en FDP en die linkse Groenes, wat in talle punte aansienlik verskil, saam in een koalisie in te bring. Indien hulle dit nie regkry nie, is ʼn herkiesing of selfs ʼn minderheidsregering met wisselende meerderhede die enigste opsie. Wat ook al gebeur, die Duitse politiek sal minder stabiel wees en meer interessant en onvoorspelbaar raak as in die verlede. Terwyl tot dusvêr in amper alle punte die groot konsensus geheers het, kan daar nou weer lewendige en aggressiewe debat verwag word, sowel van ʼn AfD wat sy reputasie as alternatief gestand moet doen, asook van ‘n SPD wat nou alles moet doen om homself van die regering te onderskei.